Mittwoch, 27. Mai 2026

20 Jahre Ökumenische Partnerschaftserklärung

Foto: Privat

Ökumenischer Gottesdienst an Pfingstmontag auf Kloster Limburg

Die Klosterruine Limburg wurde am Pfingstmontag wieder zu einem besonderen Ort der Begegnung, des Glaubens und der Erinnerung. Zahlreiche Menschen aus nah und fern waren gekommen, um gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel mitzufeiern.
Unter dem Leitwort „Du führst mich hinaus ins Weite“ gestalteten Thomas Diener und Frank Biebinger die Feier.
Musikalisch getragen wurde der Gottesdienst vom Bläserposaunenchor der protestantischen Kirchengemeinde, dessen Musik der besonderen Atmosphäre der alten Klostermauern
Weite, Tiefe und Festlichkeit verlieh.

Im Mittelpunkt stand auch die Erinnerung an ein besonderes ökumenisches Zeichen: Vor 20 Jahren wurde die ökumenische Partnerschaftserklärung zwischen der katholischen und der protestantischen Gemeinde geschlossen. Bilder und Erinnerungen ließen diese Zeit noch einmal lebendig werden. Viele ältere Gemeindemitglieder, die damals bereits dabei waren, feierten den Gottesdienst erneut mit – manche sichtbar bewegt von dem, was in zwei Jahrzehnten gewachsen ist.
Besonders schön war zu erleben: Ökumene blieb an diesem Morgen nicht Theorie. Sie wurde spürbar. In gemeinsamen Liedern. Im Gebet. In Begegnungen. Und in einer Atmosphäre, die getragen war von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Verbundenheit.
Nach dem Gottesdienst blieben viele Besucher noch zusammen. Bei einem Schorle oder einem kleinen Imbiss im benachbarten Klosterhof wurden Gespräche fortgeführt, Erinnerungen geteilt und neue Begegnungen möglich.
Vielleicht war genau das an diesem Morgen besonders zu spüren:
Glaube braucht Räume der Weite. Räume, in denen Menschen einander begegnen. Räume, in denen Unterschiede nicht trennen müssen. Räume, in denen etwas von Gottes Geist aufscheint.
Die Klosterruine Limburg wurde an diesem Tag erneut zu einem solchen Ort.