Sonntag, 25. Oktober 2026
Staunen können, sich wundern über Licht und Leben
Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst auf dem Michelsberg
Sonnenschein, ein herrlicher Blick über Bad Dürkheim, ein liebevoll geschmückter Erntedankaltar – und plötzlich eine Wolke, die genau im richtigen Moment vor die Sonne zieht! Beim Schöpfungsgottesdienst auf dem Michelsberg erlebten rund 40 Besucher einen besonderen Nachmittag, an dem die Natur selbst die Predigt auf überraschende Weise zu begleiten schien.
Ausgangspunkt der Predigt war eine Sonnenfinsternis wie sie viele im vergangenen August erleben durften. Ein faszinierendes Schauspiel, das Menschen innehalten und staunen lässt. Doch im Mittelpunkt stand eine andere Frage: Was schiebt sich in unserem Alltag immer wieder zwischen uns und Jesus Christus, der von sich gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt“? Was verstellt uns den Blick auf ihn? Und was hindert uns daran, über das Leben und die Schöpfung noch staunen zu können?
Während der Predigt geschah etwas Bemerkenswertes. Eine Wolke schob sich vor die Sonne, und es wurde spürbar dunkler. Als gegen Ende davon die Rede war, dass die Sonne bei einer Sonnenfinsternis niemals verschwunden, sondern lediglich verdeckt ist, zog die Wolke plötzlich weiter. Die Sonne schien wieder.
Ein Zufall gewiss. Aber einer, der die Botschaft dieses Gottesdienstes auf ganz eigene Weise unterstrich: Auch wenn sich manches zwischen uns und Christus schiebt, ist sein Licht nicht erloschen.
Der liebevoll gestaltete Erntedankaltar, der weite Blick über Bad Dürkheim und die herbstliche Landschaft gaben dem Gottesdienst einen besonderen Rahmen.
Auch anschließend blieb man gerne zusammen. Bei einem guten Glas Wein, für den die Jungwinzer aus Bd Dürkheim gesorgt hatten, entwickelten sich viele Gespräche. Es wurde gelacht, erzählt und die Gemeinschaft genossen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen Nachmittag vorbereitet und mitgestaltet haben.
Ein Gottesdienst, bei dem nicht nur vom Licht gesprochen wurde. Es war auch zu erleben.
