Geschichte von St. Margaretha Grethen

Über Jahrhunderte hinweg war das religiöse Leben in Grethen, Hausen und Hardenburg vom Kloster der Abtei Limburg, der Hardenburg und einem Nonnenkloster in Hausen, welches jedoch nur eine kurze Zeit existierte, geprägt. An allen drei Orten gab es zeitweise Kirchen bzw. Kapellen, in denen sich die Gläubigen zum Gottesdienst versammelten.     

Die katholische Kirche St. Margaretha liegt im Dürkheimer Vorort Grethen im Isenachtal, das durch die B37 Bad Dürkheim mit Kaiserslautern verbindet. Als am 28.August 1792 Goethe seinen 43. Geburtstag feierte und Papst Pius VI. die Weltkirche leitete, wurde in Grethen der Grundstein zur heutigen Kirche St. Margaretha von Wachenheimer Pfarrer Martin Riede gelegt. Aufgrund der französischen Besetzung der Kurpfalz musste der Bau unterbrochen werden. Erst im Jahre 1805 unter tatkräftiger Mitarbeit vollendeten die Gemeindemitglieder den Bau und sie wurde von Dekan Schneider aus Deidesheim benediziert (segnen) die Kirche.

Die Bistümer Worms und Speyer wurde unter den Franzosen aufgelöst. Somit war das Bistum Mainz für die Gemeinde Grethen zuständig. Die sonntäglichen Gottesdienste in Grethen wurden vom Pfarrer aus Wachenheim bis 1817 betreut. In diesem Jahr wurde die Gemeinde wieder dem Bistum Speyer zugeteilt, nach dem Zusammenbruch des französischen Kaiserreiches. Seitdem fanden nur noch sporadisch Gottesdienste unter der Woche statt. Bis 1826 blieb dieser Zustand bestehen, bis Grethen sich von der Pfarrei Wachenheim löste und Pfeffingen zugeteilt wurde. Als 1828 in Pfeffingen keine Gottesdienste mehr, aufgrund des baulichen schlechten Zustands der Kirche, stattfinden konnten, wurden die Messen nach Grethen verlegt. Seit 1829 wurde Grethen von den Pfarrern aus Bad Dürkheim seelsorgerisch betreut, gleichzeitig mit der der Einweihung der St. Ludwigskirche in Bad Dürkheim. Seit diesen Zeiten konnten keine regelmäßigen Gottesdienste in Grethen stattfinden. Dies änderte sich im Jahre 1900 mit Beginn der Expositur (Nebenstelle), indem Eduard Heinrich als Pfarrer die Nebenstelle erhalten hat. Grethen wurde von fünfzehn verschiedenem Priester nacheinander betreut.

Die Hardenburger hielten seit 1933 eigene Gottesdienste im Schulhaus des Gemeindehauses ab und im Jahr 1934 errichteten sie zu diesem Zweck am Schlossberg die Bruder-Konrad-Kapelle – diese wurde 1967 verkauft.

Pfarrer Sefrin bat (bei der Einweihung der neuen Glocken) im Jahre 1954 Bischof Emanuel, die Expositur in eine Pfarrei umzuwandeln. Am 31.Mai 1960 erhob die Diözese Speyer die Expositur Grethen – Hardenburg zu einer eigenen Pfarrei. Die Kirche St. Margaretha wurde 1959 durch Bischof Emanuel konsekriert (liturgische Weihe), da sie bis dahin nur benediziert war.

Am 6.Mai 1961 wurde ein Steinkreuz vom Deidesheimer Friedhof geholt – eine Schenkung des Geistlichen Rats Hartz-, welche auf einem kleinen Platz im Röhrich aufgestellt wurde. Am 10.Mai wurde das Kreuz eingeweiht.

Bis 2013 gehörte auch die Kirche St. Elisabeth zur Gemeinde, ansässig im Ortsteil Hardenburg. 1963 begann die Hardenburger mit dem Bau der Kirche, deren offizielle Weihe am 20.Juni 1965 vorgenommen wurde, im Jahre 2013 wurde sie profaniert und anschließend verkauft. Der ehem. Altar befindet sich als Sitzgelegenheit in der Seilerbahn (oberhalb der ehem. Kirche) sowie das frühere Taufbecken als Schlossbergbrunne an der Straßenecken Schlossberg-Seilerbahn.

Seit dem 1. Oktober 1978 wird die Gemeinde Grethen – Hardenburg wieder vom Pfarrer aus Bad Dürkheim betreut.

Kirchenchor:

Schon am 2. Januar 1910 wurde der katholische Pfarrcäcilienverein Grethen – Hardenburg gegründet, welcher damals aus ca. 60 aktiven Sänger und Sängerinnen sowie weiteren passiven Mitgliedern bestand. Heute hat der Kirchenchor Grethen 24 Mitglieder.

Weitere geschichtliche Informationen finden sie in der Festschrift „200 Jahre katholische Kirche St. Margaretha in Bad Dürkheim – Grethen“ geschrieben von Willi Rutz und Peter Haug. Dieses Buch finden Sie in der Kirche St. Margaretha zum Mitnehmen.